Erfolgsfaktoren für die Praxis
Pädagogische Diagnostik muss in die höchst komplexe Tätigkeit des Unterrichtens eingebettet sein. Beispiele, wie dies konkret aussehen kann, werden auf den Unterseiten vorgestellt. Sie sollen illustrieren, wie bereits vorhandene Ansätze optimiert, zielgerichtet eingesetzt und effektiver genutzt werden können. Für einen erfolgreichen Zugang sind allerdings eine Reihe von Gesichtspunkten wichtig:
Konsequent kriterienorientiert vorgehen!
Dies führt zu stärkerer Transparenz bzw. Akzeptanz der Ergebnisse bei den Schülern und erhöht dadurch die „gefühlte“ Sicherheit und Zufriedenheit der Lehrkräfte. Häufig gelangen Lehrer außerdem zu einem anderen, sich nicht immer mit dem „Bauchgefühl“ deckenden Blickwinkel.
Systematisch vorgehen!
Diagnostische Tätigkeit klar zeitlich und inhaltlich zu planen hilft dabei, dass die investierte
Energie nicht im Schulalltag „verpufft“ und man sich nicht selbst überfordert. Hierzu gehört, mit einem kleinen Teilbereich anzufangen, der in einen größeren „Plan“ eingebettet ist, und auch Phasen für die Reflexion der Erfahrungen vorzusehen.
Energie nicht im Schulalltag „verpufft“ und man sich nicht selbst überfordert. Hierzu gehört, mit einem kleinen Teilbereich anzufangen, der in einen größeren „Plan“ eingebettet ist, und auch Phasen für die Reflexion der Erfahrungen vorzusehen.
Keine Diagnose ohne Förderung!
Nach der Gewinnung aussagekräftiger Informationen werden Zeit, Ressourcen und zum Teil geeignete Kommunikations- und Organisationsstrukturen benötigt, um Diagnosen konsequent in Förderarbeit umzusetzen – Diagnose um ihrer selbst Willen ist zu vermeiden.
Kooperativ vorgehen!
Diagnostisches Handeln ist keine Aufgabe, die eine einzelne Lehrkraft allein bewältigen muss. Erfahrungen zeigen, dass kooperatives Vorgehen in der Schule viele Vorteile bringt und den Einzelnen entlastet. Der Schulleitung kommt in diesem Prozess eine Schlüsselrolle zu.
Grenzen von Diagnose
Diagnose ist allerdings kein Allheilmittel und hat auch Grenzen. Neben den augenscheinlichen Grenzen im schulischen Alltag – zeitliche, organisatorische und personelle Ressourcen – gilt es zu bedenken:
- Verhältnis von Aufwand und Nutzen!
- Bestimmungen des Datenschutzes einhalten!
- Es muss nicht alles erhoben werden, was möglich ist! Kein „gläserne Schüler“!
- Klare Unterscheidung zwischen pädagogischer Diagnostik und Entscheidungen z. B. über das Vorrücken!
- Verhältnis von Aufwand und Nutzen!
- Bestimmungen des Datenschutzes einhalten!
- Es muss nicht alles erhoben werden, was möglich ist! Kein „gläserne Schüler“!
- Klare Unterscheidung zwischen pädagogischer Diagnostik und Entscheidungen z. B. über das Vorrücken!


